Piet in Australien

02Februar
2012

Jobsuche, Autoverkauf und und und

Nach sehr nerven aufreibenden 9 Tagen melde ich mich kurz aus dem regnerischen Sydney wieder. Ich kann euch direkt jetzt am Anfang sagen, dass ich keinen Job in Sydney gefunden habe. Falco und ich haben die letzten Tage überwiegend außerhalb des Hostels in der Stadt verbracht um einen Job zu finden. Wir sind in zahlreiche Surfshops (Billabong, Rip Curl, Quiksilver etc) gegangen und haben dort nachgefragt ob sie Leute suchen. Doch in allen Läden hieß es, dass es momentan sehr überrannt ist und erst wieder Mitte März Leute gesucht werden, da ab dem Zeitpunkt solangsam der Sommerschlußverkauf anfängt. Da Falco aber seinen Rückflug am 28. März hat und ich noch früher nach Hause fliege kamen weitere Besuche bei anderen Klamottenläden nicht mehr in Frage. Außerdem haben wir viele Restaurants angeklappert mit der Hoffnung immerhin einen Job als Tellerwäscher zu bekommen, doch auch hier bekamen wir nur absagen, da nur Leute als Kitchen-allrounder (Koch, Tellerwäscher, Food-preparation) gesucht werden. Uns schien es so, als seien wir Backpacker nicht so sehr erwünscht in einer Stadt wie Sydney da wir in einigen Restaurants nicht einmal die Chance bekommen haben uns vorzustellen geschweige denn unsere Bewerbungen abzugeben. Diese ganzen Mißerfolge schlugen schon nach dem zweiten Tag auf die Stimmung und hinzu kam noch mein erfolgloser Versuch meinen Van zu verkaufen. Nachdem ich zu Anfang der Woche noch zwei weitere dubiose Angebote bekam wir am ersten Tag wollte sich zum ersten mal ein seriöser Backpacker das Auto anschauen. Er war Franzose und schien sehr angetan zu sein und versprach mir am nächsten Tag mit einem Bekannten, der das Auto mitbezahlen würde noch einmal vorbei zukommen. Doch schon früh morgens bekam ich eine SMS, dass der Bekannte vom Deal abgesprungen sei und so hätte er alleine nicht genügend Geld. Einen weiteren erfolglosen Tag in Hinsicht auf einen Job später schauten sich zwei deutsche Mädchen das Auto an. Doch schon nach 2 Minuten merkte ich, dass das ganze nichts wird, da die beiden anscheinend zu sehr an die deutschen Standards gewöhnt waren. Somit waren ein halb abgefahrener Reifen und ein kleiner Riss in der Scheibe der ausschlaggebende Punkt um das Auto nicht zu kaufen. Somit blieb mir am nächsten Tag nichts anderes übrig als den Preis weiter runter zu setzen. Schließlich entschied ich mich für $3100 und tags darauf kam ein Engländer, der zu Anfang sehr positiv angetan zu sein schien doch am Abend erreichte mich eine SMS, dass auch er sich nach einem anderen Wagen umschauen wird.

Somit hatten wir in mehr als einer Woche weder einen Job noch hatte ich einen Käufer für mein Auto. Glücklicherweise meldete sich gestern dann ein französisches Pärchen die sehr interessiert an dem Auto waren und das Mädchen kam gegen 15.00 Uhr her und schaute sich das Auto inklusive allem Zubehör an und teilte mir darauf hin mit, dass sie das Auto mag und jetzt müsse ihr Freund nur noch sein OK geben. Da er aber noch arbeitete schlug ich vor, dass beide nach seiner Schicht nochmal das Auto anschauen könnten und so kamen beide um 23.00 Uhr vorbei und auch der Freund bekundete großes Interesse. Da es aber dunkel war machten wir ein erneutes Treffen heute morgen um 9.00 Uhr klar damit er das Auto auch mal fahren kann. Und letztendlich habe ich das Auto heute endlich für $3100 verkaufen können :-)

Zwei Highlights der vergangenen Woche waren der Australia Day und Chinese New Year. Erster fand am 26.1 statt. Schon tagsüber fanden in der gesamten Stadt kleinere Feiern statt und viele Menschen liefen angemalt oder mit der australischen Flagge durch die Stadt. Abends entschieden wir uns dann zum Darling Harbour zu gehen, da gegen 20.00 Uhr ein großes Feuerwerk angekündigt war. Schon auf dem Hinweg durch den Tunnel unter der Central Station trafen wir auf viele feierlustige Menschen und kamen dann wenige Minuten später am völlig überfüllten Darling Harbour an. Zuvor haben wir uns noch einen Karton Wein geholt um uns ein wenig an die Feierlichkeiten anzupassen.

Pünktlich um 20.00 Uhr begann dann ein riesiges Feuerwerk (um längen spektakulärer als das Feuerwerk zu Silvester in Surfers Paradise), angepasst zu einem 20 minütigen Musikstück. Die ganze Atmosphäre während der Feuerwerks war klasse. Tausende Menschen verschiedenster Herkunft feierten zusammen und applaudierten während der Feuerwerks. Nach rund 25 Minuten sind wir dann Richtung Kings Cross gegangen, da ein alter Schulfreund von Falco dort in einem Hostel ist. Den Abend haben wir dann noch mit einigen Gläsern Wein und Bier ausklingen lassen.

Das etwas kleiner Highlight der Woche war die Chinese New Year Parade. Da es von unserem Hostel nicht weit bis nach China Town ist konnten wir quasi erahnen welche asiatischen Menschenmassen uns an diesen Tag erwarten doch als wir die abgesperrte Straße nach der Centra Station überquerten wurde unser Eindruck noch einmal übertrumpft. Auf den Straßen standen tausende Asiaten die sich rund um die Strecke der Parade tümmelten und darauf warteten. Leider war es so voll, dass wir kaum etwas von der Parade sehen konnten. Das einzige was wir sahen waren die typischen chinesischen Drachen die aus mehreren Personen bestehen und eine Gruppe asiatischer Akrobaten verschiedensten Alters die Rückwärtssalti und andere Formen der Akrobatik zeigten. Da es uns aber dann zu voll war gingen wir schon früh wieder zurück zum Hostel.

So habe ich es in der letzten Woche endlich geschafft mein Auto mit einem kleinen Gewinn zu verkaufen aber leider sind wir mit der Job suche immer noch ganz am Anfang. Da mein Aufenthalt in Australien langsam dem Ende entgegen geht wird es schwer sein einen Job für einen solch kurzen Zeitraum zu finden.

Heute ist dann auch unsere letzte Nacht im Hostel am Prince Alfred Park. Wir haben uns schon für morgen zwei Betten in einem Hostel in Manly Beach reserviert, da dort ab nächsten Samstag die Australian Open of Surfing stattfinden, ein riesiges Surf-Event bei dem die weltbesten Surfer in einem Wettbewerb antreten und insgesamt um 400.000 Dollar Preisgeld surfen. Das ganze dauert bis zum 19.2 und dann werde ich wahrscheinlich für wenige Tage noch nach Sydney kommen und dann alsbald nach Hause fliegen. Vielleicht kriegen wir aufgrund des riesigen Events die Möglichkeit für einen Job in diesem Zeitraum, doch das werden wir erst sehen wenn wir in Manly angekommen sind.

Dieses mal gibt es keine Bilder, da ich weder in der Stadt noch am Australian Day oder Chinese New Year meine Kamera dabei hatte.

Piet

24Januar
2012

Surftrip zurück nach Sydney

Nach einem längeren Zeitraum melde ich mich aus dem bewölkten Sydney wieder. Innerhalb von zwei Wochen haben es Falco und ich zurück nach Sydney geschafft und somit verlief alles anders als geplant. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass unser Surftrip rund 4 Wochen dauert, doch da für die Sunshine Coast und die Gold Coast für mehr als 2 Wochen schlechtes Wetter vorhergesagt wurde entschieden wir uns dem Regen zu entfliehen und schafften es innerhalb von 9 Tagen Richtung Sydney.

Unser erster Stopp nach Bundaberg sollte eigentlich wieder Noosa sein, doch aufgrund des schlechten Wetters fuhren wir weiter und kamen in der uns bereits bekannten Stadt Caloundra an. Dort wollten wir eigentlich surfen gehen doch da es aber auch dort den ganzen Tag regnete fuhren wir mehrere Stunden des Tages bis in die Nacht weiter Richtung Süden. Nach einer kurzen Nacht auf einem Campground fuhren wir nach Byron Bay. Auch hier regnete als wir ankamen doch innerhalb einer Stunde verzog sich das schlechte Wetter. Spontan entschied sich Falco dann ein Surfboard im örtlichen Surfshop zu kaufen und so konnte unser Surftrip endlich richtig starten. In Byron Bay waren sehr viele Surfer im Wasser und deswegen war es sehr schwer eine Welle zu bekommen. Nach ungefähr 3 Stunden packten wir unsere Boards zurück ins Auto und passend zu unserem Aufbruch fing es wieder an zu regnen. So entschieden wir uns auch in dieser Nacht weiter zu fahren und unser nächster Stopp sollte die Stadt Taree sein. Während Falco fuhr schlief ich zwei Stunden und als ich aufwachte fanden wir uns in einem kleinen Dorf mit rund 800 Bewohnern und einem fast leeren Tank wieder. So mussten wir im Navi eine Tankstelle suchen und fanden direkt im diesem kleinen Ort eine. Leider hatte sie schon mehrere Stunden zuvor zugemacht und so entschieden wir auf dem Parkplatz neben der Tankstelle zu schlafen. Früh morgens um 7 tankten wir dann das Auto und fuhren wir nach Taree da wir unsere Wäsche waschen mussten und gleichzeitig konnten wir noch all unsere elektronischen Geräte aufladen. Während wir auf unsere Wäsche warteten schien die Sonne durchgehend, doch gerade als wir in den Van stiegen fing es wieder heftig an zu regnen und so mussten wir wieder mehrere Kilometer fahren um dem Regen zu entkommen. Unser erster Stopp unseres kurzen Surftrips war die Stadt Forsters. Am Strand angekommen begrüßte uns blauer Himmel um 25°C warmes Wasser und perfekte Wellen zum Surfen. Dort hielten wir uns den gesamten Tag auf und waren mehere Stunden im Wasser. Erschöpft ging es dann am Abend auf dem Highway zur nächsten Rest Area in der Nähe von Bulahdelah um dort zu schlafen. Die Rest Area dort war bisher die sauberste und best gelegenste die ich auf meiner ganzen Reise bisher gesehen hab. Die Toiletten waren sehr sauber und das gesamte Areal schien komplett neu zu sein. Am nächsten morgen machten wir uns dann auf nach Newcastle. In dieser Stadt war ich schon vor 3 Monaten als ich meine Reise gen Norden aufgebrochen hatte. Damals waren die Wellen sehr gut und so hoffte ich, dass es auch dieses mal der Fall sein wird. Doch leider wurden wir am gleichen Strand an dem ich damals auf dem Campingplatz war enttäuscht. Deswegen fuhren wir zu dem nächsten Surfspot der in Newcastle angeben war und dort herrschten schon deutlich bessere Bedingungen um zu surfen. An diesem Spot hielten wir uns den Rest des Tages auf und fuhren Abends auf den nächsten Campground in der Nähe von Wyong. Tags darauf ging es zum nächsten Surfspot in der Stadt Norah Head wo wir an den darauffolgenden zwei Tagen surften und schliefen. Am letzten Tag zog ich mir dann leider mit Falcos Skateboard eine große Schürfwunde am rechten Schienbein zu, da das Skateboard nicht in die gleiche Richtung fahren wollte wie ich :-P. Das hieß für mich kein Surfen für die nächsten Tage. Am nächsten Tag ging es in die Stadt The Entrance um uns einen Ort zu suchen indem wir unsere Geräte aufladen können doch außer einem winzigen Burger King (diese heißen hier übrigens Hungry Jacks) gab es in der Stadt nichts wo wir das hätten tun können. So fuhren wir weitere 30 Minuten Richtung Süden und kamen in der tollen Stadt Avoca Beach an. Auf meinem ganzen Trip habe ich noch nie eine solch schöne Stadt gesehen. Die Stadt und die Gegend rund um Avoca Beach sieht sehr wohlhabend aus und dementsprechend gab es dort riesige moderne Häuser mit direktem Meerblick. Da ich aufgrund meine Wunde am Bein nicht surfen konnte musste ich mir den Tag mit Musik hören und bräunen vertreiben während Falco sich vergeblich in die mehr als 2 Meter großen Wellen schmiss. Die Nacht über schliefen wir in Terrigal, einer kleinen Stadt 5 km nördlich in einem Park. Noch am gleichen Abend ging die Sicherung des Zigarettenanzünders im Auto kaputt und so mussten wir die nächsten zwei Tage ohne Navigationsgerät und ohne Falcos Iphone "überleben". Am Tag darauf sind wir nochmal nach Avoca Beach gefahren da Falco nochmal ins Wasser wollte. Doch schon 20 Minuten später kam er raus und schilderte mir wie ihn eine riesige Welle vom Board schmiss und seitdem plagt er über Schmerzen in der Hüfte. So müssen wir beide die nächsten Tage ohne unsere Surfbretter auskommen. Aufgrund unser "Verletzungen" entschieden wir uns ohne großes Nachdenken am nächsten Tag direkt nach Sydney zurück zu fahren. In Avoca Beach suchten wir dann schnell einen Mechaniker auf der mir gratis 3 neue Sicherungen für meinen Zigarettenanzünder gab und so konnten wir wieder mithilfe des geladenen Navis Richtung Sydney durchstarten. Nach knapp 1 1/2 Stunden kamen wir in Sydney an und checkten in einem Hostel im Prince Alfred Park ein. Das Hostel kannte ich von Matthias und Jörn und wir entschieden uns hier zu bleiben da ich von den beiden nur positives gehört habe und dieses Hostel das einzige mit einem Parkplatz in der Stadt ist. Somit sind wir seit gestern in Sydney. Gestern Abend habe ich dann mein Auto auf einen australische Internetseite gestellt auf der man nicht nur Autos sondern auch alle anderen Dinge verkaufen oder suchen kann. Ich habe mich dort gestern auch schon nach Jobs umgeschaut und habe die ersten beiden Bewerbungen rausgeschickt.

Als ich heute morgen aufgewacht bin habe ich dann schon zwei Sms von möglichen Käufern bekommen. Meine Antwort tätigte ich dann via Email und plötzlich antworteten die beiden Käufer sehr dubios. Einer der beiden wollte mir das Auto sofort abkaufen ohne es je in echt gesehen zu haben und der andere wollte noch heute einen "Agenten" vorbeischicken der sich das Auto kurz anschaut und es dann mitnimmt. Was mich aber noch stutziger gemacht hat war, dass beide die Bezahlung über den Onlinedienst PayPal abschließen wollte. Nach einer zwei minütigen Recherche bei Google fand ich dann heraus, dass dieses Schema schon länger bei kriminellen "Käufern" beliebt ist und sie die Autos sowie das ganze Geld auf irgendeine Art und Weise zurück bekommen.

So muss ich wohl noch einige Tage gedulden und auf seriöse Anfragen warten. In der Zwischenzeit werden wir uns ab morgen in der Stadt für Jobs in Surfshops und Restaurants bewerben und hoffentlich werde ich hier in Sydney endlich fündig.

Ich werde mich gegen Ende der Woche nochmal mit einem kurzen Bericht melden.

Die einigen wenigen Fotos der letzten Tage findet ihr unten!

Piet

 

15Januar
2012

Welcome to paradise

Nach meinem super Trip auf Fraser Island machte ich mich letzten Dienstag mit Mike zusammen auf den Weg nach Brisbane damit ich Falco dort abholen kann. Nach 2 1/2 ständigen Fahrt Richtung Süden kamen wir in Brisbane an und ich setzte Mike an einem Hostess in der Innenstadt ab und verabschiedete mich von ihm. Anschließend fuhr ich in Richtung Chinatown, da Falco dort auf einer Parkbank auf mich wartete. Während er noch seine Sachen in den Van packte entschlossen wir uns wieder in Richtung Norden zu fahren an die Sunshine Coast. Das Wetter war vielversprechend mit 33°C und machten uns auf den Weg nach Caloundra, der südlichsten Stadt an der Sunshine Coast. Unser erstes Ziel war die Touristeninformation, da wir noch nicht wussten wo wir übernachten werden und so fragte ich dort nach einem kostenlosen Campground in der Nähe. Die nette alte Dame verwies auf einen Platz an einem Highway. Anschließend fuhren wir zum Strand der Stadt um das Wetter zu genießen. Nach zirka einer Stunde fuhren wir zum Aldi in der Stadt um uns Essen für die nächsten Tage zu kaufen. Da es hier schon gegen 18.00 Uhr dunkel wird machten wir uns auf zum Campground. Dort packte ich voller Hoffnung mein 2 Personen Zelt aus und baute es auf und nach 5 Minuten mussten wir feststellen, dass nicht mal Platz für 2 Luftmatratzen gegeben war. Da es aber den ganzen Tag schon so heiss war entschied ich mich auf jedenfalls im Zelt zu schlafen und Falco wollte es im Auto probieren. Nach dem Essen ging es also für uns ins Bett, leider Inch allzu lange für mich da es einfach viel zu heiss war. So entschied ich mich einen kleinen Spaziergang entlang der Straße zu machen und eine halbe Stunde später konnte ich endlich einigermaßen schlafen. Am nächsten morgen entschieden wir uns zum nächsten Kmart zu fahren (eine Kaufhauskette vergleichbar mit Real) um das Zelt umzutauschen und ein größeres zu kaufen. Ohne Probleme konnte wir das kleine Zelt umtauschen und kauften uns ein 4 Personen Zelt das genug Platz für uns beide versprach. Nach einer kleinen Sporteinheit am Strand fuhren wir dann weiter Richtung Norden, und zwar nach Noosa. Auf Noosa hatte ich mich schon vor meinem Abflug gefreut, da die Stadt sehr schön sein soll und man dort auch gut surfen kann. Doch bereits bei der Einfahrt in die Stadt bemerkten wir, dass alles einfach viel zu teuer ist und die Stadt quasi aus allen Nähten platzt. Auch der Strand enttäuschte uns sehr und so fiel uns die Entscheidung nicht schwer weiter gen Norden zu fahren. Unser Plan war es, trotz der momentan Regenzeit, eine Tour von Airlie Beach zum Great Barrier Reef zu machen. Deshalb fuhren wir noch gegen 18.00 aus Noosa weiter und suchten den nächsten Campground in 90km Entfernung auf. Am nächsten Tag googlete ich während der Autofahrt dann wo es als nächstes hingehen soll und wir entschieden uns für Agnes Watet, einer kleinen Stadt am Meer. Als wir ankamen sahen wir mehrere Plakate, dass auch von hier Touren ans Great Barrier Reef angeboten werden. Aufgrund des sehr guten Wetters und der Gewissheit, dass das Wetter im Norden schlechter ist entschieden wir uns eine Tour für den nächsten Tag zu Buchen. Die ganztägige Tour kostete uns 165 Dollar, Lunch und Getränke inklusive. Nachdem wir die Tour gebucht hatten fuhren wir auf unseren Campingplatz der uns $5,50 kostete. Der Campingplatz lag direkt am Strand doch aufgrund eines Schildes auf dem stand -Strand 4km- dachten wird, dass wir viel zu weit entfernt seien um dort surfen zu gehen. Doch schon von unserem Stellplatz konnten wir die Wellen brechen hören und ein paar Meter vom Wald entfernt sahen wir das Meer. So führte ein kleiner Weg im Busch direkt zum Strand an dem wir plötzlich ganz alleine standen. Der Anblick war einfach traumhaft da gerade die Sonne unterging, der Himmel sich in verschiedenen Farben zeigte und wir die ganze Bucht für uns alleine hatten. Beeindruckt von diesem Anblick gingen wir zurück zum Auto, machten uns unser Abendessen und gingen zu Bett. Früh morgens um 8.00 Uhr ging es dann auf an die Bucht von Agnes Water um auf das Boot zum Great Barrier rief zu kommen. Als wir die Tour buchten sagte uns die Frau am Schalter, dass es sehr "bumpy", also wellig werden könnte und dass wir uns besser Tabletten gegen Übelkeit holen sollten. Doch Falco und ich dachten, dass es nicht so schlimm werden könnte. Doch nach 10 Minuten auf dem Wasser wurden wir vom Gegenteil überzeugt. Der Kapitän drehte trotz 3 Meter hohen Wellen das Gas ganz hoch und wir fühlten uns wie auf der schlimmsten Achterbahn auf der wir je waren. Das spiegelte sich auch in den Gesichtern der rund 100 Passagiere mit. So wurden Kotztüten vom Personal verteilt und schon wenige Minuten später wurden die ersten gefüllt. Zuerst war es für uns sehr amüsierend, doch als uns selbst schlecht wurde gingen wir in den hinteren Teil des Bootes um ein bisschen Luft zu schnappen da der Seegang auch uns auf den Magen drückte. Angekommen im Heck traf ich auf mehrere Leute mit Tüten die zum Teil auch gut gefüllt waren :-D Zum Glück musste weder Falco noch ich mich während der Fahrt übergeben und so kamen wir nach 1 1/2 Stunden heil an der südlichsten Insel des Great Barrier Reef an - Lady Musgrave. Schon der erste Anblick war einfach paradiesisch und dank des Wetters konnte es einfach nur ein guter Tag werden. Nachdem wir an einer Plattform vor der Insel andockten sind Falco und ich direkt mit dem geliehenen Schnorchelequipment ins 28°C warme und hellblaue Wasser gesprungen und haben uns zum 10 Meter entfernten Riff aufgemacht. Nach zirka einer Minute sahen wir die ersten Riesenschildkröte ungefähr 2 Meter unter uns. Mein Versuch sie zu berühren scheiterte leider an meinem Lungenvolumen :-P Das Riff rund um die Insel war riesig und wir konnten hunderte Fische, Seegurken und einen knallblauen Seestern sehen den ich in die Hand genommen habe. Kurz bevor wir ins Wasser gingen gab uns ein Mann von der Crew noch einen Tipp vor wir am wahrscheinlichsten Schildkröten sehen können und so schwammen wir zu einer Boje die den Schnorchelbereich kennzeichnet und direkt schwammen 3 Riesenschildkröten unter mir. Leider waren sie zu tief um ihnen näher zu kommen. Nach 1 Stunde Schnorcheln ging es zurück zur Plattform und ins Boot wo wir ein ausgiebiges Mittagessen bekamen. Danach ging es mit einem Boot auf die Insel. Laut der Dame die uns über die Insel führte Leben auf der Insel während der Brutzeit rund 40.000 Vögel, was ich zuerst nicht glaubte, da die Insel gerade mal so groß ist wie ein Fußballfeld doch nach 2 Minuten Fußweg wurden wir von tausenden Vögeln in der Luft und in den Bäumen begrüßt. Leider sahen die Pflanzen und Bäume nicht sehr einladend aus, da die Vögel ihr Nest bauen indem sie Blätter sammeln und mit ihrem Kot verbinden. So herrschte ein strenger Geruch in der Mitte der Insel. Doch nach einem 5 minütigen Marsch kamen wir auf der anderen Seite direkt am Strand an. Der Sand bestand hier nicht wie gewohnt aus gemahlenen Steinen sondern aus kleingemahlenen Korallen was ein wirklich beeindruckender Anblick war. Das Wasser türkis, der Strand weiss und der Himmel blau. Einfach nur klasse. Zurück auf dem Boot gab es Kaffee und Kuchen und anschließend wurde uns eine 25 minütige Fahrt in einem Semi submersible Boat angeboten, also quasi halb Boot, halb U-Boot. Dort konnten wir unter der Wasseroberfläche nochmals die Riffe und wieder eine Riesenschildkröte sehen. Nach dieser Tour wurden wir dann alle so langsam zurück auf das Boot gerufen und dann ging es zurück in Richtung Agnes Watet. Diesmal war die Fahrt sehr entspannt da wir mit den Wellen in Richtung Land fuhren. Völlig beeindruckt von den letzten Stunden kamen wir in Agnes Watet an, machten uns unser Abendessen und gingen zu Bett. Unser nächster Plan war es dann zurück in den Süden Richtung Sydney zu fahren. So war unser erster Stopp heute die Stadt Bundaberg, die den gleichnamigen Rum herstellt, den ich 2 Monate zu vor in Sydney probiert habe. Wir wollten uns dort eigentlich Verpflegung für die nächsten Tag kaufen doch wir mussten feststellen, dass die Geschäfte hier auch Sonntags zu haben was in Australien eigentlich kaum der Fall ist. So mussten wir bei Burgring zu Mittag essen und planten unsere Weiterfahrt. So werden wir morgen nochmals nach Noosa fahren um dort die Wellen abzuchecken um dort zu surfen und wenn es dort nichts wird fahren wir entlang der Sunshine Coast. Bisher habe ich geplant meinen Rückflug am 20.März anzutreten und ungefähr 2-3 Wochen vorher in Sydney anzukommen um mir genug Zeit zu nehmen um meinen Van zu verkaufen. Ich hoffe, dass alles klappt wie ich es bisher geplant habe und dass keine Komplikationen dazwischen kommen.

Bis dann, euer Piet !

Bilder der letzten Tage und Tour findet ihr unten :-)

Noosa River Noosa Tourist Drive Aussicht Camping Agnes Water Camping Stabheuschrecke Lady Musgrave Island Fische Unser Boot Auf der Insel Vögel in den Bäumen Paradies Vogel

09Januar
2012

Fraser Island

Nach drei super Tagen auf Fraser Island melde ich mich endlich auch mal mit guten Fotos wieder !

Nachdem ich den letzten Eintrag geschrieben habe wurden alle im Zimmer mitten in der Nacht durch den Aufschrei einer schwedischen Mitbewohnerin geweckt. Der Grund dafür war eine handgroße Huntsman-Spinne die direkt neben dem Lichtschalter an der Wand saß. Ich hätte nie gedacht, dass ich Angst vor Spinnen habe da wir in Deutschland ja nicht mal annähernd so große haben aber als ich dieses riesige Exemplar sah schnellte mein Puls für einige Sekunden in die Höhe. Die Schwedin ist daraufhin zur Rezeption gegangen und einige Minuten später kam der Hausmeister und entfernte die Spinne.

Am nächsten Morgen ging es dann endlich auf nach Fraser Island. Da wir uns um 7.30 Uhr mit den Guides treffen sollten sind wir um 6.30 Uhr aufgestanden, sind alle nach einander Duschen gegangen und haben unsere Rucksäcke für die kommenden 3 Tage gepackt. Nach einem reichhaltigen Frühstück bestehend aus Pfannkuchen sammelten sich alle im Hof bei den Jeeps und die beiden Guides namens Denny und Rob teilten uns mit was die nächsten Tage passieren wird. Die ganze Gruppe bestand aus rund 30 Leuten die in 4 Autos aufgeteilt wurden. Ich saß mit 9 anderen Leuten im Jeep von Danny der die ganze Gruppe für den Rest des Trips anführte.

Nachdem wir den Anhänger mit Essen und Getränken für die Gruppe gepackt haben ging es endlich los in Richtung Fraser Island. Die Fahrt bis zur Fähre dauerte 15 Minuten und angekommen am Überfahrtspunkt nach Fraser Island mussten wir 5 Minuten auf die nächste Fähre warten. Das gab uns Zeit zum ersten Mal das glasklare blaue und angenehm warme Wasser zu bestaunen. Nach einer 5 minütigen Überfahrt waren wir endlich auf Fraser Island. Von dort aus ging es zu unserem Stellplatz für die nächsten zwei Nächte. Zusammen mit einer anderen Gruppe von einem Hostel nebenan bauten wir ein großes Zelt auf unter dem wir die folgenden Tage gegessen und Abends zusammen saßen. Anschließend ging es zum ersten Highlight der Tour - dem Lake McKenzie. Nach einer 45 minütigen Fahrt durch den Busch kamen wir dort an und es war einfach nur beeindruckend. Der Sand am Strand und im Rest des Sees ist silica sand, der gleiche Sand den man auch zur Herstellung von Glas beifügt. Ich habe schon viel Sand in meinen Händen gehabt aber noch nie einen solch weissen und besonders feinen. Der See an sich sah super schön aus da die ersten 20 Meter der Boden weiss ist und dann wird es dunkel. Ich bin dann mit Mike zusammen raus geschwommen und man konnte auch noch weit entfernt vom Ufer durch das Wasser sehen da es so klar ist. Nach rund einer Stunde haben wir Lake McKenzie wieder verlassen. Am Parkplatz haben wir dann auch zum ersten mal die für Fraser Island typischen Dingos gesehen. Dingos sind ursprüunglich Haushunde die aber schon vor tausenden Jahren verwilderten und völlig unabhängig in der Wildnis leben. Zuvor im Hostel haben uns unsere Guides noch darauf hingewiesen, dass man ihnen nicht zu nah kommen soll da sie schnell aggressiv werden können doch die Dingos sind von sich aus rund 2 Meter an uns vorbeigelaufen und auf den ersten Blick dachte ich, dass jemand seinen Hund auf dem Parkplatz vergessen hat.

Nach dem Lake McKenzie ging es zurück ins Camp und wir bereiten uns das Abendessen zu, bestehend aus Steak, Kartoffeln und Salat. Anschließend saßen wir den Rest des Abend und der Nacht unter dem großen Zelt und tranken diverse Bier und die Guides erzählten uns viele lustige Geschichten über vorherige Touren.

Wenige Stunden schlaf später ging es morgens schon um 7 Uhr weiter. Der erste Stopp am zweiten Tag war der Eli Creek, eine breiten Fluss der direkt ins Meer mündet. Leider habe ich meine Kamera im Auto vergessen und deswegen habe ich euch unten ein Bild von Google eingefügt damit ihr einen Eindruck von dem tollen Fluss bekommt. Man hat dort die Möglichkeit über einen Holzpfad den Fluss zu verfolgen und an einer festgelegten Stelle führen die Stufen in das Wasser und man kann mit seiner Luftmatratze oder wie wir zurück zum Strand schwimmen.

Nach dem Eli Creek ging es zu einem weiteren Highlight der Insel. Rund 20 Minuten später kamen wir am Maheno Wreck an. Die S.S Maheno war ein Luxusschiff das Aufgrund eines Sturms im Jahr 1935 an den Strand von Fraser Island gestrandet ist und seitdem immer mehr im Sand versinkt. Hier ein Foto von dem ganzen Schiff und weiter unten findet ihr Fotos die ich gemacht habe: http://ahoy.tk-jk.net/ImagesSep9_2007/SSMaheno/AUTAS001126071182.jpg . Es war wirklich sehr beeindruckend ein Schiff in einem solchen Zustand zusehen und dann auch noch alle Hintergrundinformationen zu bekommen wir es dazu kam.

Anschließend ging es weiter Richtung Norden zum Indian Head, einem riesigen Felsen. Nach einem 5 minütigen Aufstieg bekam man einen super Ausblick auf die gesamte Fraser Küste. Außerdem konnten wir von den Klippen aus 2 Haie, 3 Riesenschildkröten und mehere Rochen sehen die direkt am Strand schwammen. Nachdem alle viele Fotos geschossen haben ging es weiter zu den Champagne Pools. Das sind 3 verschieden große, durch Felsen vom Meer getrennte Becken die durch die Wellen mit Salzwasser gefüllt sind. Es war wirklich toll so etwas zu sehen das natürlich entstanden ist und doch so sehr einem menschlichen Entwurf ähnelt. Das Wasser hatte die perfekte Temperatur um der Hitze zu entkommen und es war sehr lustig sich auf die Felsen zu stellen und auf eine große Welle zu warten die auf den Felsen vor einem bricht und nass macht.

Nach diesem tollen Tag ging es zurück ins Camp und diesmal gab es Putenbrust mit Reis und süß-sauer Soße zum Abendessen. Eine lange Nacht und wenig Schlaf später ging es am letzten Tag etwas später los in Richtung Süden zum Lake Wabby. Diesmal mussten wir das Auto am Strand parken und nach einer 40 minütigen Wanderung kamen wir am See an. Der See ist ausschließlich mit Regenwasser gefüllt und sein Grund und Ufer besteht aus einer riesigen angrenzenden und zum Ufer hin sehr steilen Sanddüne. Während wir im Wasser waren passierten uns einige Katzenfische und wir haben mehrere Aale gesehen. Leider hatte ich auch hier meine Kamera im Auto gelassen und ich finde gerade kein passendes Foto. 2 Stunden später ging es dann wieder Richtung Festland.

Zurück in Rainbow Beach haben wir alle zusammen das Geschirr gewaschen, das Innere der Autos vom Sand befreit und die Kühlboxen ausgewaschen. Im Hostel habe ich dann mit Mike zusammen meine Bettkonstruktion in meinen Van gebaut um mir mehr Platz zu schaffen. Das Holz hatte ich mir bereits in Surfers Paradise geholt doch da die Bohrmaschine dort nicht funktionieren wollte musste ich das ganze auf heute verschieben. Morgen werde ich dann Falco in Brisbane abholen und wir werden nochmal zurück in Richtung Norden fahren um etwas vom Great Barrier Reef zu sehen.

Ich bin sehr froh, dass ich endlich aus Surfers Paradise weggekommen bin und zum ersten Mal die australische Landschaft und Tierwelt in all seinen Ausmaßen sehen konnte :-) Wer von euch nach Australien kommen will MUSS nach Fraser Island!

Die Bilder der letzten drei super Tage findet ihr unten.

Huntsman Briefing Meine Gruppe Fähre nach Fraser Lake McKenzie Dingo Camp Flugzeug vor Eli Creek Maheno Wrack Indian Head Ausblick Norden Ausblick Süden Champagne Pools Danny Maheno in der Dämmerung Dingo

 

 

 

 

 

06Januar
2012

Silvester, meine letzte Woche in Surfers und Rainbow Beach

Hallo Leute!

Passend zu Silvester ist Anfang der Woche endlich meine letzte Woche in Surfers Paradise angebrochen. Wie die meisten von euch wahrscheinlich bemerkt haben habe ich den Job im Dschungelcamp nicht bekommen worüber ich sehr bestürzt war.

Nachdem mein Aufenthalt im ersten Hostel abgelaufen ist indem ich die letzten 3 Wochen war habe ich ins Hostel gewechselt in dem auch Lili und Toni ihre erste Woche verbracht haben. Als ich mich dazu entschied mein Auto aus dem Parkhaus direkt vor dem Hostel zu parken musste ich feststellen, dass bei laufendem Motor keine Gänge einlegen konnte. Mit viel Kraft schaffte ich es dann letztendlich und musste im ersten Gang die Strecke zum neuen Hostel überwinden. Daraufhin habe ich mir vorgenommen nach Silvester einen Mechaniker zu kontaktieren um das Auto reparieren zu lassen.

Silvester haben wir dann zusammen mit anderen Leuten aus dem Hostel verbracht. Bis 23.30 Uhr blieben wir im Gemeinschaftsraum und haben zusammen getrunken. Dann sind wir in die Stadt gegangen, haben noch einen letzten Drink in einer Disco genommen und sind dann zum Strand. Leider habe ich Lili und Toni passend zu Mitternacht verloren als ich mich dazu entschieden hab mir noch enen Hamburger zu kaufen. So stand ich plötzlich um 0.00 Uhr alleine am Strand und verfolgte das Feuerwerk, was aber eigentlich nicht schlimm war weil es sehr enttäuschend war. Ich kann mit stolz sagen, dass das Feuerwerk am Lechenicher Markt um einiges spektakulärer ist, vorallem weil man hier in Australien keine Feuerwerkskörper kaufen darf bzw. kann. Nach mehreren Versuchen sich mit Lili und Toni in Verbindung zu setzen trafen wir un zufällig vor einem anderen Pub. Anschließend sind wir noch in einen Club aber die Nacht endete für mich schon früh um 02.00 Uhr.

Wir ich es mir vorgenommen hatte kontaktierte ich einen mobilen Mechaniker. Tags darauf kam er gegen Nachmittag und teilte mir nach 20 minütiger Analyse, dass ein Teil an meiner Kupplung kaputt sei. Da aber aufgrund der Feiertage kaum Teilehändler verfügbar sagte er mir, dass ich 2 Tage warten müssten damit er das benötigte Teil besorgen kann. Bevor er gefahren ist habe ich ihn noch gefragt wieviel das ganze ungefähr kosten würde und er teilte mir mit, dass es rund $550 Dollar wären. So entschließ ich mich nochmal im Internet einen Mechaniker ausfindig zu machen und nach 10 minütiger Suche habe ich endlich einen gefunden der mir zwei Tage das Auto für $350 Dollar reparieren konnte.

Den Tag dazwischen haben wir auf einem kleinen Boot verbracht das ein Kanadier aus dem Hostel gemietet hat, der Tag zuvor Geburtstag hatte und den wir während unseres Aufenthaltes kennengelernt haben. So sind wir beim strahlenden Sonnenschein und mit viel Fleisch für ein BBQ an einen Kanal in Surfers Paradise gegangen und starteten unsere 3 stündige Tour. Wir sind auf den Kanälen in Richtung Norden  gefahren und nach cirka 30 minuten machten wir unseren ersten Stopp mit BBQ an einem kleinen Strand. Den Rest der Tour sind wir schwimmen gegangen und sind alle von einem alten Tanker runtergesprungen.

Am nächsten Tag konnte ich dann endlich mein Auto bei der Werkstatt abholen und war sehr froh, dass alles wieder super funktioniert und dass es mich nicht so viel gekostet hat.

Kurz vor Silvester habe ich dann auch einen 3 tägigen Trip zusammen mit Mike zu Fraser Island gebucht, welches die größte Sandinsel der Welt ist.

Heute ist dann endlich der Tag meine Abreise gekommen. Endlich verlasse ich die Großstadt und nun bin ich in Rainbow Beach in einem Hostel namens Dingo und morgen früh um 6 geht es auf die Insel zusammen mit 7 anderen Leuten in einem Allrad-Jeep.

Doch bevor ich die 3 1/2 stündige Fahrt gen Norden mit Mike antrat habe ich mich gestern dazu entschieden mir ein neues Bett in mein Auto zu bauen. So bin ich gestern früh aufgestanden um mir beim Baumarkt Holz für eine Konstruktion zu kaufen. Einen Akkubohrer habe ich mir zum Schrauben auch noch gekauft, doch nach 2 1/2 Stunden laden musste ich feststellen, dass er anscheinden kaputt ist. So konnte ich das Bett bis heute nicht fertigstellen und und meine Konstruktion liegt halb fertig im hinteren Teil meines Autos.

Heute morgen bin ich dann mit Mike gegen 11 Uhr losgefahren und kamen nach 4 Stunden im Hostel an und eine halbe Stunde später gab es von einem sehr bärtigen alten Mann names Merv eine kleine Einweisung für die morgigen Trip. Da wir morgen schon um 6 Uhr aufbrechen geht es heute früh ins Bett. Auf der Insel wird es laut Merv weder Handyempfang geben und mein Laptop werde ich für die nächsten drei Tage auch im Hostel lassen.

Die Wetteraussichten für unseren Trip sehen mehr als gut aus und man verspricht uns ähnliches Wetter wie heute - und zwar 34 Grad und leicht bewölkt. So werde ich euch also frühst möglich nach unserem Trip berichten wie es war und hoffe, dass ich viele gute Fotos schießen kann.

Bis dahin,

Piet

25Dezember
2011

Vierte Woche Surfers Paradise

Nach einer weiteren Woche des Wartens melde ich mich mal wieder aus Surfers Paradise.

Die letzte Woche habe ich damit verbracht bis zum Ende der Woche zu warten um eine Antwort der Produktionsfirma von "Ich bin ein Star holt mich hier raus" zu bekommen. Da jetzt aber die Feiertage dazwischen gekommen sind gehe ich davon aus, dass es noch bis Mitte der nächsten Woche dauert bis ich eine Antwort bekomme. Deswegen habe ich immer noch ein klein wenig Hoffnung, dass ich für die eine Woche im Januar angenommen werden.

Letzten Montag sind Lili und Toni von Brisbane aus nach Surfers Paradise gekommen. Da mein Hostel aber schon Tage vor den Feiertage ausgebucht war mussten die beiden in ein anderes Hostel etwas weiter von der Innenstadt entfernt einziehen. Trotz allem haben wir den Großteil der Tage zusammen verbracht. Am Dienstag sind wir zusammen an den Strand gegangen und haben dort einige sehr sonnige Stunden verbracht. Da ich im Freitag Geburtstag hatte haben die beiden mir für Mittwoch und Freitag einen Pubcrawl geschenkt, sprich einen Pub und Clubrundgang mit freiem Eintritt und diversen Freigetränken. An beiden Tagen ging es schon früh um 17.00 Uhr los und der Rundgang endete um 11 Uhr in dem letzten Club. Beide Abende ware wirklich super und ich bedanke mich hiermit nochmal bei den beiden! Am Donnerstag haben mich dann auch noch Matthias und Jörn in Surfers Paradise besucht. Eigentlich wollten die beiden über meinen Geburtstag und die Feiertage in der Stadt bleiben aber sie fanden weder eine Möglichkeit in der Stadt zu schlafen noch einen freien Campingplatz in der Umgebung. Deswegen mussten sie einen Campingplatz 40 Minuten entfernt von hier aufsuchen und konnte leider an meinem Geburtstag nicht dabei sein. Dafür werde ich die beiden aber in Byron Bay wieder sehen, da die beiden dort auch Silvester feiern werden.

Mein altes Hostel hatte ich nur bis gestern gebucht und so musste ich mir verstärkt am Freitag Gedanken machen wohin es als nächstes geht. Für mich stand aber fest, dass ich in Surfers Paradise bis zum 27.12 bleibe, da ich dann mit Lili und Toni nach Byron Bay über Silvester fahren würde. Glücklicherweise hat mir Mike, einer der beiden Kanadier, mitgeteilt, dass sein Vater ihm für die Feiertage ein 4 Sterne Hotel hier gebucht hat. Ich habe ihn dann direkt gefragt ob die Möglichkeit besteht auch in seinem Zimmer zu wohnen. Nach einem kurzen Rückruf an seinen Vater stand fest, dass ich bis zum 27. mit ihm in einem Zimmer im 26.Stock des Grand Chancellor Hotels bleibe. Und das ganze alles um sonst :-) So checkten wir beide nach einem langen Geburtstagabend im Hostel aus und checkten im neuen Hotel ein. Angekommen im Zimmer waren wir total überwältigt von Anblick auf die Skyline von Surfers Paradise und den Blick auf die Gebirgskette westlich und allen kleinen Orten rund um die Stadt. Den gestrigen Tag haben wir dann ganz im Zimmer verbracht und haben uns das Frühstück sowie das Abendessen per Roomservice bestellt :-)

Nachdem wir unser Frühstück dann heute morgen nochmal über den Roomservice bestellt haben ging ich für 2 Stunden an den Strand. Leider erwartet man im Norden Australiens ein riesigen Sturm und dessen Auswirkungen bemerkt man auch hier an der Ostküste. Seit 2 Tagen ist es verboten ins Wasser zu gehen, da die Wellen größer und die Strömung unberechenbar wird. Am Strand angekommen war es nicht besonders windig aber die Wellen waren ungefähr 4 Meter hoch. Deswegen lag ich nur am Strand und ging danach wieder ins Hotel zurück. Da ich seit meinem Geburtstag von Kopfschmerzen geplagt bin musste ich dann noch zur Apotheke und haben mir Kopfschmerztabletten gekauft.

Mehr ist bis hier hin auch nicht passiert :-P

Wie schon erwähnt werde ich Surfers Paradise am 27. in Richtung Süden verlassen und werde Silvester dort mit Lili und Toni verbringen. Ein Freund von mir hat mittlerweile auch seinen Flug gebucht und kommt am 8.Januar in Brisbane an. Ich hoffe natürlich immer noch, dass ich vom 8.-12. im Dschungelcamp bin und dann zusammen mit Falco die Ostküste für Surfspots abfahren kann.

Ihr findet jetzt endlich auch wieder mehr Fotos unten!

Ich möchte mich hiermit auch noch für alle Geburtstagswünsche bedanken und hoffe, dass ihr alle schöne Weihnachtstage hattet.

Euer Piet

  Feuerwerk am Strand Q1 Surfers Paradise Ausblick auf Gebirgskette Ausblick Hauptkreuzung Surfers Paradise Altes Hostel Ausblick Nr.3 Sonnenuntergang bewölkt Riesenrad Nachts Surfers at night Night Sonnenuntergang 1 Sonnenuntergang 2 Sonnenuntergang 3 Über den Dächern von Surfers Paradise

17Dezember
2011

Immer noch Surfers Paradise

Hallo Leute!

Hiermit melde ich mich nach einer sehr erfolglosen Woche aus Surfers Paradise. Die letzte Woche habe ich damit verbracht Bewerbungen auszudrucken und abzugeben. Insgesamt habe ich 13 Bewerbungen in Cafès, Restaurants, einer Spielhalle, einem Hotel und einer Bowlingbahn abgeben. Leider alles ohne jeglichen Erfolg. In den Cafès und Restaurants wurde mir bereits nach meine Anfrage für Jobs mitgeteilt, dass die Chancen einen Job zu bekommen sehr gering sind, da die meisten Positionen schon Wochen vorher für die Feiertage vergeben wurden. Desweiteren habe ich weder von der Spielhalle noch der Bowlingbahn eine Antwort bekommen. Ich wunder mich echt, dass es in einer so relativ großen Stadt so schwer ist einen Job zu bekommen, da ich mehrmals im Internet gelesen habe, dass die Jobchancen in solch touristischen Städten sehr gut sind.

Trotz allem habe ich dank eines Interviews bei dem ich gestern war, einen kleinen Funken Hoffnung in mir. Als ich vor 3 Wochen in Surfers Paradise angekommen bin habe ich an der Rezeption einen Flyer gesehen, dass die Produktionsfirma von "Ich bin ein Star holt mich hier raus" deutschsprachige Leute sucht, um für die technischen Proben im Camp zu leben. Nachdem der Flyer erst in Vergessenheit geriet habe ich dir Firma am Donnerstag kontaktiert und die Frau mit der ich sprach lud mich zu einem Interview am Freitag ein. So fuhr ich gestern mit meinem Van in die 30km entfernte Stadt Coolangatta in ein Resort wo das Interview in einem Hotelzimmer stattfand. Als ich ankam traf ich auf drei weitere Deutsche, zwei Mädchen und ein Mann. Zuerst mussten wir ein Formular mit Name etc. ausfüllen und dann ein weiteres in dem wir aufschreiben sollten ob wir Phobien (z.b Tiere, Höhe, kleine Räume) hätten. Danach wurde ich von der Frau mit der ich telefoniert hatte interviewt. Während des Interviews wurde ich gefilmt und sie stellte mir Fragen zu meiner Person, wieso ich in Australien bin, was meine Stärken und Schwächen sind und wieso gerade ich in das Camp sollte. Das Interview verlief anscheinend sehr gut da ich die Dame zum lachen bringen konnte und sie mir ein positives Feedback gab. Sie schickt die Aufnahmen jetzt zu den Produzenten nach Deutschland und ich sollte bis Ende nächster Woche eine Antwort bekommen.

Fall ich für das Camp ausgewählt werde, würde ich vom 8.-12. Januar in dem Dschungelcamp, welches die meisten von euch kennen sollten, leben und die Dschungelprüfungen machen, damit RTL die Kameraeinstellungen vornehmen kann und weiß welche Prüfungen für die "Promis" beibehalten werden. Auch würde ich mich nur von Reis und Bohnen ernähren und wir könnten in der Gruppe zusätzliches Essen durch erfolgreiche Dschungelprüfungen bekommen. Ich bin sehr gespannt ob ich den Job bekomme, immerhin würde ich auch noch $250 pro Tag bekommen was meine Reisekasse um einiges aufbessern würde. Da ich vorher nicht wusste, dass ich überhaupt bezahlt werde steht für mich erstmal diese Erfahrung im Vordergrund. Ich hoffe, dass ich endlich mal einen Erfolgserlebnis in Richtung Job erleben kann.

Morgen kommen Lili und Toni mit dem Bus nach Surfers Paradise und wir werden meinen Geburtstag und die Feiertage zusammen verbringen. Was Silvester angesagt ist weiß ich noch nicht. Eigentlich wollen die beiden an Silvester nach Sydney, was für mich aber überhaupt nicht in Frage kommen würde, denn da bin ich ja gestartet und es wären 1000km und rund $200 Spritkosten allein für den Hinweg. Und da ein Freund von mir voraussichtlich am 12. Januar in Brisbane ankommt müsste ich die ganze Strecke die ich bisher schon gefahren bin nochmal fahren. Deswegen hoffe ich, dass Lili und Toni sich dazu entscheiden in Surfers zu bleiben oder, dass wir ein anderes Städtchen finden.

Mehr gibt es nicht zu erzählen und Fotos habe ich auch keine mehr gemacht. Da meine vierte Woche am kommenden Montag anbricht kann ich mit Gewissheit sagen, dass die Zeit hier eher verschwendet als sinnvoll genutzt wurde. Bevor ich nach Surfers kam dachte ich, dass ich innerhalb kürzester Zeit einen Job finde und meine Reisekasse bis Weihnachten aufbesser kann. Doch leider ging mein Plan nicht auf und ich hänge seit 3 Wochen hier rum und hoffe, dass ich bald eine Rückmeldungen von irgendeinem Job bekomme.

Falls ich den Job im Dschungelcamp bekomme würde ich nach Silvester in Richtung Norden zu den Fraser Island fahren, der größten Sandinsel der Welt. Dort kann man sich für mehrere Tage ein Allrad-Auto ausleihen und die Insel erkunden. Dort würde ich dann bis zum 7.Januar bleiben und von dort aus zurück nach Coolangatta fahren um dann bis zum 12. Januar im Camp zu leben und dann könnte ich Falco in Brisbane abholen.

Bitte wünscht mir Glück für den Job :-P

Bis dahin,

euer Piet

11Dezember
2011

Kurzer Zwischenbericht

Hallo Leute,

nach mehreren Tagen des Wartens melde ich mich ohne einen Job wieder. Eine Antwort von dem Themenpark hätte ich bis spätestens Freitag bekommen sollen und somit muss ich mich weiter bemühen hier in der Stadt einen Job zu bekommen. Ich bin schon ziemlich betrübt darüber, dass ich den Job nicht bekommen habe. Das wäre eine super Möglichkeit gewesen gutes Geld zu machen und dabei noch viel Spaß zu haben.

Nichtsdestotrotz habe ich mich besonders gestern stärker drum bemüht einen Job zu bekommen. Ich bin mit Mark, einem von den beiden Kanadiern, losgezogen und haben unsere Resumés ausgedruckt. Direkt neben dem Printshop im Einkaufszentrum hier gibt es eine Bowlingbahn. Spontan entschied ich mich am Schalter nachzufragen, ob Leute dort gesucht werden und er sagte mir, dass sie suchen würden und dass ich mein Resumé abgeben kann und er leite es an den Manager weiter. Meine zweite Bewerbung gab ich in einem großen Hotel hier in Surfers Paradise ab. Laut der Co-Managerin gibt es dort viele Jobmöglichkeiten (Gästebetreuung, Küchenhilfe, Tellerwäscher etc.) aber momentan genau so viele Bewerber. Deswegen muss ich auch hier wieder auf eine positive Antwort hoffen. Morgen (Montag) werde ich dann nochmal losziehen und eine Bewerbung im Hard Rock Café abgeben. Mark hat dort am Freitag nachgefragt und es hieß, dass wir Anfang der Woche dort vorbeikommen sollen.

Ich habe mich dazu entschieden noch eine Woche in Surfers Paradise zu bleiben um auf Antworten zu  warten. Falls ich keinen Job hier bekomme geht es für mich weiter in den Norden. Da in 12 Tagen auch mein Geburtstag ansteht und natürlich auch die Weihnachtstage treffe ich mich mit Lili und Toni irgendwo auf meiner Strecke. Wenn ich den Job doch bekomme würden wir meinen Geburtstag und die Feiertage hier verbringen.

Soweit mein kleiner Bericht aus dem regnerischen Surfers Paradise. Gerade fängt es kräfig an zu donnern. Aber immerhin ist es mit 27°C schön warm.

Unten findet ihr ein paar Nachtaufnahmen und Bilder vom Hostel. Leider spielt das Wetter seit 2 Wochen nicht mehr mit und ich kann nur selten Fotos schießen was ich sehr schade finde. Laut der Wettervorhersagen soll es die nächsten Tagen so wechselhaft bleiben aber ich hoffe, dass es sich bald ändert.

Bis dann,

euer Piet

Riesenrad im Fenster nächtlicher Ausblick aus dem Zimmer verregneter Tag Hotelkomplex Pool des Hostel und Hotels Jacuzzi des Hostels Hotel Ausblick vom Jacuzzi Riesenrad hinter dem Hostel Hostel mit Zimmer

05Dezember
2011

Surfers Paradise

Nach einer sehr langweiligen Woche in Surfers Paradise bzw. Southport melde ich mich wieder.

Nachdem ich den letzten Eintrag verfasst habe bin ich letzten Sonntag von dem Campingplatz losgefahren und zirka 20 Minuten später kam ich in Surfers Paradise an.  Surfers Paradise ist die größte Stadt an der Gold Coast und ist unterteilt in verschiedene Stadtteile und mein Hostel in dem ich die letzte Woche verbracht habe war in Southport, ungefähr 5 Kilometer vom Zentrum in Surfers Paradise entfernt. Leider wussten wir -sprich die beiden Kanadier Mike und Mark und ich- nicht, dass das Hostel so weit weg ist. Bevor ich doch am Hostel ankam war ich auf der kurzen Hinfahrt sehr beeindruckt von dem Anblick der Stadt und der ganzen Umgebung. Die Stadt ist umgeben von dutzenden kleinen Flüssen die Inseln bilden und es gab wunderschöne Häuser die direkt am Wasser liegen. Angekommen im Hostel traf ich auf die beiden Kanadier und ich bezog mein Zimmer. Das Hostel sah im Internet wirklich gut aus doch leider entsprach das nicht ganz der Wirklichkeit. Die Zimmer waren winzig und es sah so als hätte man gerade so 4 Betten reinquetschen können und in den ersten 5 Tagen hing ein seltsamer Geruch im Raum. Auch der Pool der im Internet so angepriesen wurde war viel kleiner als auf den gezeigten Bildern und direkt nebenan, ohne jeglichen Sichtschutz lag der Parkplatz des benachbarten Hostels. Der größte Nachteil des Hostels war jedoch die Entfernung zu der Innenstadt von Surfers Paradise, der Stadt in der wir eigentlich wohnen wollten. Im Internet hieß es, dass das Hostel in Surfers Paradise und nicht in Southport liegt. Leider haben wir ohne weitere Recherchen die Unterkunft für eine Woche gebucht. Auch war es die gesamte Woche über im Hostel ziemlich leer, es waren dort vielleicht 10 weitere Backpacker. Da wir nun aber nichts an der Situation ändern konnten machten wir das Beste aus der Situation. Immerhin waren die Leute nett und das Wetter spielte auch mehr als mit. Nachdem ich also im Hostel angekommen war fuhr ich mit den beiden Kanadiern per Shuttlebus, den das Hostel anbot, in die Stadt. Schon von der Straße in Southport konnte man die Hochhäuser in Surfers Paradise erblicken, die quasi wie aus dem Nichts in den Himmel ragen. Es sieht wirklich witzig aus, da ungefähr bis 1km entfernt von Stadtzentrum ganz normale Häuser stehen und plötzlich erblickt man riesige Hochhäuser direkt am Strand.

 In der Stadt angekommen gingen wir ohne jeden Plan los und erkundeten die Straßen für 3 Stunden. Genau wie in Byron Bay liefen auf den Straßen hunderte Schoolies (Schulabgänger) rum und an jeder Ecke kamen Promoter auf uns zu und versuchten uns das Nachtleben von Surfers Paradise mit freien Eintritten und freien Getränken schmackhaft zu machen. Doch durch unseren Pubcrawl in Byron Bay wussten wir, dass das ganze eine Abzocke ist.

Die ganze Woche über ist nicht vieles passiert und hier an der Gold Coast gibt es nicht wirklich viel zu sehen in Hinsicht die Landschaft.

Das größte "Highlight" der vergangenen Woche war das Interview für den Job in dem Themepark hier an der Gold Coast. Das Interview fand zum Glück direkt in Southport statt. Angekommen in der Job Agentur kam ich in einen Raum voll mit anderen Bewerbern. Anscheinend handelte es sich weniger um ein Interview als eine Informationsrunde für die Berwerber. Ich dachte eigentlich, dass ich dort mit einer Person von dem Themempark rede, also wie in einem Bewerbungsgespräch, und dann bekäme ich eine Zu- oder Absage für die Stelle. Doch wir bekamen in den folgenden 3 Stunden nur Informationen zu den Stellen die im Dreamworld-Themepark angeboten werden. Nach einer 20 minütigen Gruppenarbeit in der ich mit den anderen Bewerbern an meinem Tisch ein neues Maskottchen für den Park kreieren sollte teile uns eine Frau mit, dass wir hier seien, da die Jobagentur die besten Bewerber aussucht und diese dann an dem Park vermittelt und dort findet dann das eigentliche Interview statt. Am Ende der Informationsrunde füllten alle ihre Bewerbungsunterlagen für den Arbeitgeber aus und uns wurde mitgeteilt, dass wir eine Antwort bis zum kommenden Donnerstag bekommt falls man erfolgreich durch die erste Bewerbungsrunde gekommen ist. Somit hieß es für mich zurück zum Hostel und abwarten. Das ganze drückte mir ziemlich aufs Gemüt, da ich dachte dass ich am selben Tag noch eine Antwort bekomme und ich dann weiß ob ich nun in Surfers Paradise bleiben kann oder ob ich mich auf meine Weiterreise vorbereiten kann und da ich im schlimmsten Fall 2 Wochen meiner Reise in Surfers Paradise verschwendet habe.

 Im Hostel in Southport bin ich bis Sonntag geblieben. Da ich jetzt immer noch 2 oder 3 Tage auf eine Antwort hoffen muss bin ich mit Mike und Mark am Samstag in ein Hostel direkt in Surfers Paradise umgezogen. Das Hostel ist riesig und liegt direkt im Zentrum der Stadt. Von unserem Balkon aus haben wir einen tollen Blick auf die größten Gebäude hier und können alles innerhalb von 5 Minuten erreichen und der Strand ist nur 2 Minuten entfernt.

Da wir jetzt auch endlich direkt in der Stadt sind waren wir gestern Mittag bis Abends in einem Pub in dem ein Goldfish-Race stattfand. Jeder konnte sich seinen eigenen Fisch aussuchen und gegen einen Gegner in einem Rennen antreten. Leider bin ich im Halbfinale ausgeschieden und der Gewinner des Rennen hat insgesamt $669 gewonnen. Schade drum :-P

Das Wetter war die letzten Tage wirklich super. Wir hatten schon morgens um 11 Uhr 25°C und ich musste mich mindestens 2 mal eincremen obwohl wir nur aus dem Hostel gegangen sind, da die Sonneneinstrahlung hier extrem ist. Was ich die kommenden Tage mache weiß ich noch nicht. Ich hoffe wirklich, dass ich den Job im Dreamworld bekomme und meine Reisekasse deutlich aufbessern kann. Wäre ich erfolgreich, bekäme ich $20/Stunde und könnte 10 Stunden am Tag arbeiten. Wenn ich das bis Mitte Januar machen würde bräuchte ich den Rest meiner Reise nicht mehr Arbeiten und kann wirklich alles genießen was ich noch vorhabe.

Fotos in der letzten Woche habe ich kaum gemacht. Die Bilder aus der Stadt habe ich ja bereits im vorherigen Blogeintrag hochgeladen.

Mit dem folgenden Link kriegt ihr einen kleinen Eindruck von Surfers Paradise:

http://2.bp.blogspot.com/_ghXU4QMsvBg/TUNrLXuyDSI/AAAAAAAAAE4/2MbwTi2A1Ho/s1600/wow%2521.jpg

Ich werde mich dann gegen Ende der Woche nach einem hoffentlich erfolgreichen Bewerbungsgespräch und einer Stelle in Dreamworld wieder melden.

Bis dahin,

euer Piet

 

27November
2011

Byron Bay - Surfers Paradise

Hallo Leute,

ungefähr eine Woche nach meinem letzten Eintrag melde ich mich aus dem regnerischen Queensland wieder.

Die letzte Woche habe ich in Byron Bay in New South Wales verbracht. Dort war ich im Nomads Backpackers Hostel in einem 4 Bett Zimmer. In meinem Zimmer waren zwei Kandier die nach 3 Tage das Zimmer wechseln mussten und da ich dann die restlichen Tage das ganze Zimmer für mich alleine hatte verbrachte ich die meiste Zeit des Tages mit den Beiden. Wir sind zusammen Dienstag, Mittwoch und Donnerstagabends in die Stadt gegangen, waren in 2 Pubs und einer Disco. Die Stadt war total überfüllt mit Schülern die entweder ihren Schulabschluss oder ihre kürzlich begonnenen Sommerferien feierten. Deswegen wurde es tagsüber und an den Abenden in denen wir ausgegangen sind nie langweilig, weil man immer jemanden getroffen hat dem man sich anschließen konnte. Am Dienstag entschied ich mich dann für 4 Stunden ein Surfboard auszuleihen um die sehr bekannten Surfspots von Byron Bay zu testen. Leider schlug das Wetter innerhalb von einer Stunde um und ich durfte im Regen mit meinem Surfbrett unter meinem Arm zurück zum Hostel gehen. Am Mittwoch habe ich dann einen Schnorcheltrip zu einer kleinen Insel vor Byron Bay gebucht. Für 55$ wurde ich mit 10 anderen Leuten mit dem Boot fünf Minuten zur Insel gefahren und dort konnten wir 40 Minuten das Riff erkunden. Das Wetter spielte zum Glück mit und ich konnte super viele Fische, einen kleinen und ungefährlichen Hai und 2 Riesenschildkröten beobachten. Einer von den beiden Kanadiern lieh mir dafür seine wasserfeste Kamera aus, leider hatte er aber vergessen sie aufzuladen und deswegen reichte der Akku für nur wenige Schnappschüsse, leider ohne Hai oder die Schildkröten. Das Wetter von Dienstag änderte sich in den darauffolgenden Tagen nicht und wir mussten den Großteil der Tage im Hostess verbringen. Außer surfen, andere Leute innerhalb des Hostels kennen lernen und Abends weggehen gab es in Byron Bay nicht viel zu tun. Die Stadt ist im Vergleich kleiner als Lechenich, aber trotz allem bekommt man alles was man braucht. Byron Bay gefiel mir trotz des schlechten Wetters sehr gut, die Leute waren alle super nett und wenn auf meinem Rückweg nach Sydney das Wetter und natürlich auch noch das Geld stimmen werde ich dort bestimmt nochmals vorbeikommen.

Eigentlich bin ich ja nach Byron Bay gekommen um dort eine Arbeit zu finden. Doch da die Stadt zurzeit  von Scholtes und Backpackern überfüllt ist gab es für mich dort nichts zu holen. Ich bin Mittwoch und Donnerstag mit den beiden Kanadiern durch die Stadt gegangen und haben in jedem Restaurant gefragt ob es eine Möglichkeit gibt als Tellerwäscher oder Kellner zu arbeiten doch alle mussten uns eine Absage geben. So entschied ich mich gestern, Freitag, ein Hostel in Surfers Paradise zu buchen, da ich am Montag ein Interview für einen Job in einem Theme-Park (sowas wie der Movie Park in Deutschland) habe. Dort könnte ich während der Sommerferien (Dezember-Januar) als Ride Operator oder Photo-Sales-Assistant arbeiten. Ich hoffe, dass das Interview positiv verläuft. Ansonsten werde ich auch in Surfers Paradise nach einfachen Jobs wie Tellerwäsche suchen. Das Angebot an Jobs soll dort um einiges größer sein als das in Byron Bay, da die Stadt viel größer ist als. Ein Australier den ich in Byron Bay getroffen habe meinte, dass ich mich schonmal auf eine noch größere Masse an Scholtes vorbereiten soll, da Surfers Paradise als Hochburg der Sommerferien gilt. In erster Linie hoffe ich aber, dass ich dort einen Job bekomme mit dem ich meine Reisekasse aufbessern kann. Momentan sitze in meinem Campern auf einem Campingplatz in Canungra, ein kleines Dorf das 30 Kilometer westlich von Surfers Paradise liegt. Leider gab es heute noch kein freies Zimmer in dem Hostel das ich gebucht habe und deswegen musste ich mir ein Campground in der Nähe der Stadt suchen.

Ich bin hier heute gegen 14.00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein angekommen, habe zu Mittag gegessen und bin am Fluss angeln gegangen, leider ohne Erfolg.

Eben habe ich mir dann mein Abendessen zubereitet und gerade als ich abgewaschen habe find es zu regnen. Mittlerweile fühle ich mich in meinem Auto ziemlich hilflos weil draußen ein richtiger Sturm tobt. Im Radio habe ich zum Glück auf der Hinfahrt gehört, dass sich der Regen innerhalb von 2 Stunden wieder verziehen soll.

Nach meinem Frühstück werde ich dann also nach Surfers Paradise fahren, mein Zimmer im Hostel beziehen und direkt an der Rezeption fragen ob es in der Nähe einen Job gibt.

Wahrscheinlich lest ihr diesen Eintrag erst einen oder zwei Tage später, da mein Internetstick - wen wunderst - immer noch nicht funktioniert und ich diesen Eintrag erst in Surfers hochladen kann.

Aufgrund des schlechten Wetter konnte ich in Byron Bay nur wenige Fotos schießen, ich hoffe aber, dass ich innerhalb der nächsten Woche euch mal wieder mehr von Australien zeigen kann.

 

Nachtrag: Heute morgen (Sonntag) bin ich gegen 12 Uhr in Surfers Paradise angekommen und traf zu allererst auf die beiden Kanadier die ich in Byron Bay kennengelernt habe. Nachdem ich all meine Sachen aus dem Auto ins Zimmer und meine Lebensmittel in die Küche gebracht haben, entschieden wir uns spontan in die Stadt zu fahren. Als ich die Seite des Hostels im Internet angeschaut habe dachte ich, dass das Hostel direkt in der Stadt liegt doch dann fand ich heraus, dass es zu Fuß eine halbe Stunde dauern würde und so sind wir mit dem Bus von Hostel in die Stadt gefahren. Das Wetter ist hier wirklich super, 33°C und nur ein paar Wolken am Himmel. Ich habe zwar jetzt noch nicht viel von der Stadt gesehen aber auf den ersten Blick gefällt sie mir wirklich gut. Alles ist sehr modern, direkt am Strand stehen dutzende Hochhäuser und eine so schöne Strandpromede wie hier habe ich bisher noch nie gesehen. Morgen rufe ich dann bei einer Agentur an, die die Jobs für den Themenpark vermittelt und hoffe, dass sie mich zu einem Interview einladen. Ansonsten muss ich mir was als Tellerwäsche suchen. Ich werde mich die Tage nach meiner hoffentlich erfolgreichen Jobsuche wieder melden.

Bis dahin,

euer Piet

 

 

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